Projekte 2018

Zeitzeugenprojekt - Wendezeit 1.0

Projektzeitraum: 01.12.-31.12.2018

Träger: Joia da viver e.V.

Information zum Projekt:
Zeitzeugen unterschiedlicher Altersgruppen und Milieus werden in Gesprächskreisen und Einzelgesprächen zu Wort kommen und deren Erinnerungen werden festgehalten. Prozesshaft sollen Menschen, die sich als DDR-Bürger_innen bezeichnen, auf ihre Vergangenheit besinnen können. In Rückbetrachtung auf Erlebtes vor, während und nach der "Wendezeit" sollen Zeitzeugenberichte entstehen. Beim betrachten der Vergangenheit soll nach den Momenten gesucht werden, die als stimmig empfunden wurden. Es geht darum, regionale Spuren zu suchen und zu finden. Dabei sollen Ausschnitte von positiv besetzten Selbstbildern entdeckt werden, die transportiert, diskutiert und zugleich in aktuelle Zusammenhänge gebracht werden können.

Miteinander gegen Vorurteile

Projektzeitraum: 01.12.-31.12.2018

Träger: Flüchtlingsnetzwerk Forst (Lausitz)

Information zum Projekt:
Die Maßnahme setzt auf die Begegnung von Menschen unterschiedlicher Herkunft und will die Öffnung des Freizeitfußballs in Forst (Lausitz) und im Landkreis Spree-Neiße unterstützen. Von Geflüchteten selbst organisierter Fußballsport soll mit bestehenden Vereinen verknüpft werden. Schrittweise soll die Gruppenidentität gestärkt und die Sichtbarkeit erhöht werden. Durch die Aufnahme in den bestehenden Spielbetrieb können Kontakte zwischen Sportlern unterschiedlicher Herkunft gefördert und ausgebaut werden. Alle an der Maßnahme beteiligten haben die Möglichkeit neues Wissen zu teilen, z.B. über Sprache, Engagment im Sport und Kulturen. Über diesen Prozess sollen Gelegenheiten entstehen, bestehende Vorurteile abzubauen und unterschiedliche Menschen kennen zu lernen. Mit Hilfe der Förderung sollen erste Voraussetzungen geschaffen werden, um selbstbestimmt und anerkannt mitwirken zu können.

Gemeinsam gegen Diskriminierung - Vielfalt in der Schule stärken

Projektzeitraum: 01.10.-31.12.2018

Träger: Albert Schweitzer Familienwerk

Information zum Projekt:
Externe ausgebildete Multiplikator_innen leisten Aufklärungsarbeit im Rahmen von 3 Projekttagen an der Berufsorientierten Oberschule (BOS) Spremberg (8. Klasse), um Vorurteile, Diskriminierung, Rassismus und Rechtsextremismus innerhalb der Schule abzubauen. Dies erfolgt über die Auseinandersetzung mit eigenen (Diskriminierungs-)Erfahrungen, wobei Empathie entwickelt und eigenes Verhalten reflektiert werden kann. Die Teilnehmenden erlernen die Mechanismen von Diskriminierung, Rechtsextremismus und kommen mit sich selbst und den eigenen Vorurteilen gegenüber Fremden in Berührung. Die jungen Menschen sollen über menschliche und kulturelle Vielfacht nachdenken können, neues Wissen erlangen und die Möglichkeit haben, ihr Wissen zu teilen.

Wie vermittle ich in interkulturellen Konflikten?

Projektzeitraum: 01.07.-31.12.2018

Träger: Verein der Eltern und Freunde der Europaschule Guben e.V.

Information zum Projekt:
Kern des Projektes ist die achttägige Ausbildung von Jugendlichen in interkultureller Konfliktvermittlung (Mediation). Bei der
Durchführung der Ausbildung stehen einbeziehende Methoden im Vordergrund. Dazu gehören Kooperationsspiele, Aufstellübungen, Diskussionen, Einordnungsübungen und Rollenspiele. Letztere sind tragendes Element, die Techniken und den Ablauf eines interkulturellen Mediationsgesprächs zu erlernen. Die Jugendlichen lernen durch Übungen, welche eigenen kulturellen Prägungen sie haben, wie sie ungeahnte Gemeinsamkeiten erkennen können und wie andererseits Unterschiede nicht zum Problem werden müssen.

Sie lernen, warum es Vorurteile und Diskriminierung gibt und wie sie diese angehen können. Sie erfahren, was Konflikte im
Allgemeinen und interkulturelle Konflikte im Konkreten sind, welche Konfliktarten es gibt und welche theoretischen als auch praktischen Möglichkeiten bestehen, um Konflikte zu lösen. Schließlich setzen sie dieses Wissen in der Technik des aus fünf Phasen bestehenden interkulturellen Mediationsgesprächs um, das in der Ausbildung intensiv erlernt wird. Die Ausgebildeten sind im Nachgang an den Schulen: Pestalozzi-Gymnasium Guben, Europaschule "Marie & Pierre Curie" Guben Ansprechpartner_innen.

Akzeptanz an allen Ufern?!

Projektzeitraum: 01.04.-31.12.2018

Träger: CSD Cottbus e.V.

Information zum Projekt:
Die Maßnahme stärkt die LSBTIQ*-Community Brandenburg in der Region Cottbus, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße und baut Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und Identität ab. Das Projekt erhöht die Sichtbarkeit von LSBTIQ*-Menschen, z.B. durch eine Plaktaktion, CSD-Botschafter_innen und über 25 Veranstaltungen zu queeren Themen. Zudem wird eng mit regionalen Wirtschaftakteuren, Kommunen, sozialen Trägern und Schulen zusammen gearbeitet, um in den CSD-Aktionswochen (14 Tage) über 200 Regenbogenfahnen als Symbol von Vielfalt und Akzeptanz öffentlich wehen zu lassen. Darüber hinaus werden Drucksachen erstellt, z.B. Programmhefte, queere Comic-Wander-Ausstellung, Flyer. Die Maßnahme wird medial aufwändig begleitet. Es entstehen zahlreiche Kurzvideos der CSD-Botschafter_innen mit deutschem Untertitel, die in Schulworkshops eingesetzt werden. Darüber hinaus werden Onlinepräsenzen inhaltich gefüllt (Homepage, Facebook, Youtube-Kanal), um möglichst viele Menschen im ländlichen Raum zu erreichen. Die Maßnahme greift Homo- und Trans*feindlichkeit auch im Kontext von Fluchtbiografien auf. Reden auf der Abschlussveranstaltung werden mehrsprachig (englisch, russisch, persisch, arabisch, sorbisch, deutsch) gehalten.

Mitbestimmen vor Ort!

Projektzeitraum: 01.03.-15.05.2018

Träger: Deutsche Gesellschaft e.V.

Information zum Projekt:
Die Maßnahme ist aufgehängt an den Bürgermeister_innenwahlen in der Stadt Forst (Lausitz). Mit Hilfe des Projektes sollen junge Menschen sich über mögliche Beteiligungsformen informieren, das politische Geschehen verstehen, sich einbringen und ihre Spielräume zur Beteiligung erkennen. Das Projekt vereint Workshop und politischen Dialog auf Augenhöhe und soll den jungen Menschen die Funktionsweise des politischen Systems näher bringen. In Form eines Speed-Datings wird ermöglicht, mit Bürgermeister_innenkandidaten im direkten Kontakt zu sein.

Theresienstadt und ich

Projektzeitraum: 12.02.-31.05.2018

Träger: Förderverein der Mosaik-Grundschule Peitz e.V.

Information zum Projekt:
Mit der Maßnahme werden die Teilnehmenden mit jüdischer Geschichte, jüdischem Leben, Zeitzeugen und der Verfolgung und
Ermordung europäischer Juden in der Zeit des deutschen Faschismus berührt. Das Projekt beinhaltet ein "Workcamp", bei dem Teilnehmende sich auf die Reise nach Terezin machen, um dort 1 Woche lang intensiv zu Antisemitismus zu arbeiten. Die Besuche von Museen und Gedenkorten in Theresienstadt und Prag werden unter gedenkstättenpädagogischer Persepktive vor- und nachbereitet. Mit Hilfe des Projektes sollen die Akteure für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und in Bezug auf rechtsextreme, antisemitische oder rassistische Aktivitäten sensibilisiert werden. Die Maßnahme fördert Empathie, stärkt das Engagement gegen demokratie- und rechtsstaatliche Phänomene und regt einen umfangreichen Diskurs zwischen jungen Menschen, Eltern und Lehrenden an, bei dem der aktuelle Bezug zu e.g. Phänomenen hergestellt wird.

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