Partnerschaften für Demokratie
im Landkreis Spree-Neiße

Zukunftsdialog Tolerantes Brandenburg im Landkreis Spree-Neiße

Foto: Christian Müller | Comiczeichnerin Elke R. Steiner - steinercomix.de

Am 26. Mai 2016 veranstaltete der Landkreis Spree-Neiße zusammen mit dem Toleranten Brandenburg einen Zukunftsdialog.

Die rund 50 teilnehmenden Haupt- und Ehrenamtlichen wurden herzlich von Landrat Harald Altekrüger begrüßt.

Foto: Christian Müller | Landrat Harald Altekrüger

Sich regelmäßig zu treffen, gemeinsam auszutauschen und das auch schon zeitig zu üben und zu erproben sei ein wichtiger Bestandteil unseres demokratischen Zusammenlebens, sagte Altekrüger. Daher freue es ihn, dass mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben! – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ Möglichkeiten eröffnet werden, herausfordernde Themen mit Experten der Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Verwaltung zu besprechen. Dabei gehe es darum, Strategien zu entwickeln, die auf Lösungen gerichtet sind.

Foto: Christian Müller | Referent Innenministerium Michael Hüllen

Zu den Themen, mit denen sich der Landkreis und auch der Verfassungsschutz in Spree-Neiße beschäftigt, gehört der Rechtsextremismus. Michael Hüllen, Referent beim Innenminsterium, stellte die aktuelle Lage dar. Politisch motivierte Straftaten sind von 2014 bis 2015 um 23 Prozent gestiegen. Politisch motivierte Gewaltstraftaten haben sich um 57 Prozent erhöht. Fremdenfeindliche Gewaltstraftaten haben sich verdoppelt.

Foto: Christian Müller | Zukunftsdialog Tolerantes Brandenburg

Um rechtsextremistische Phänomene zu begegnen brauche es eine wehrhafte und aktive Zivilgesellschaft, sagte Angelika Thiel-Vigh. Die Leiterin der Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“ stellte das Handlungskonzept der Landesregierung "Tolerantes Brandenburg" vor. „Viele tausend Bürgerinnen und Bürger tragen alltäglich mit ihrem vielfältigen Engagement dazu bei, Brandenburg zu einem lebenswerten Land zu entwickeln“, so Thiel-Vigh. Gemeint sind diejenigen, die sich in Vereinen, Verbänden und Kirchen, in Schulen und Kindertagesstätten, in demokratischen Parteien, in der Wissenschaft oder in Bürgerinitiativen aktiv füreinander und für ein demokratisches Gemeinwesen einsetzen.

Foto: Christian Müller | Zukunftsdialog Tolerantes Brandenburg

Geballtes Wissen wurde im zweiten Teil des Konferenztages getauscht. Denn die Teilnehmenden hatten Gelegenheit, sich mit alten und neuen Herausforderungen in selbstorganisierten Kleingruppen zu beschäftigen.

Foto: Christian Müller | Tischgespräche Foto: Christian Müller | Tischgespräche

Foto: Christian Müller | Tischgespräche Foto: Christian Müller | Tischgespräche


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„Scheuen Sie sich nicht. Sie dürfen sich selbst auf die Schulter klopfen“, sagte Gerd Wermerskirch, der gemeinsam mit Kristina Nauditt (ARGO-Team) die Veranstaltung moderierte.

 Foto: Christian Müller | Moderatorin Kristina NaudittFoto: Christian Müller | Moderator Gerd Wermerskirch

In den Gesprächen ging es darum, die eigenen Stärken und Erfolge zu betrachten und anderen davon zu erzählen. Auch kleine und scheinbar zufällige Gegebenheiten, die positiv erlebt wurden und zufrieden machten, waren bei der Betrachtung wichtig.

Themen waren zum Beispiel:

  • Prävention und Schulprojekte,
  • Homophobie- und Trans*phobie im ländlichen Raum,
  • Geflüchtete im Landkreis,
  • Genderkonflikte im Islam,
  • Demokratie im Dorf,
  • Brücken bauen und
  • nachhaltige Projekte.

Ziel dieser Sequenz war es, die eigene Handlungsmacht in den Blick zu nehmen um Klarheit über positive Handlungsmuster zu bekommen.

FAZIT: Über Erfolge zu sprechen lohnt, denn gerade in schwierigen Situationen kann die Konzentration auf positive Momente dazu beitragen, frei zu werden und Lösungen für Probleme zu finden.

Die Maßnahme wurde im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

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Demokratiekonferenz
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Demokratiekonferenz

Akteure der Zivilgesellschaft, Einrichtungen und Verantwortliche aus Politik und Verwaltung sollen einmal im Jahr zu einer Demokratiekonferenz zusammen kommen können.

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